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Fußangel

Manchmal kann man sie in Actionfilmen im Einsatz sehen: Bei einer Verfolgungsjagd werden sie aus dem Auto geworfen und zerstechen den nachfolgenden Fahrzeugen sehr effektiv die Reifen. Fußangeln, auch als „Krähenfüße“ bezeichnet, wurden aber bereits in der Antike verwendet, um ein Gelände für den Feind unpassierbar zu machen.

Die Konstruktion der Fußangeln ist denkbar einfach. Vier Dornen sind in Form eines Tetraeders miteinander verbunden, so dass drei immer stabil auf dem Boden liegen und einer senkrecht nach oben weist. Die römischen Legionäre verwendeten sogar Fußangeln mit Widerhaken. Die spitzen Dornen, ähnlich wie heute Minen kaum sichtbar, verletzten Pferdehufe und menschliche Füße gleichermaßen und behinderten so einen Angriff. Zu Fuß kämpfende Soldaten streuten vor der Schlacht große Mengen aus, um die Pferde der angreifenden Ritter zu verletzen und diese zum Absteigen zu zwingen. Bei Belagerungen machte man damit vor allem Trockengräben und Zwinger unpassierbar. Unser Exemplar, etwa um 1500 aus Eisen geschmiedet, wurde denn auch im Bereich der Sparrenburg gefunden. Noch bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts sicherten in ländlichen Gegenden auch manche Bauern und Gutsbesitzer besondere Bereiche ihres Grund und Bodens mit Krähenfüßen vor Dieben und unbefugtem Betreten, bis diese Praxis verboten wurde.

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