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Bielefelder Tropfen Bielefelder Tropfen

 

„Die Tropfen, die so heilsam sich erweisen,

Hast, Bansi, Du schon weit und breit versandt;

Hört man ein Magenmittel vielfach preisen,

Wird sicherlich Dein Name auch genannt.“

 

Was war denn nun eigentlich drin in diesem Wundermittel, das als Durstlöscher genauso empfohlen wurde    wie  zur Desinfektion und bei Verdauungsstörungen? Das blieb bis zum Ende das Betriebsgeheimnis der  Bielefelder Likörfabrik J. Bansi.

Ihr Gründer Johann Fortunat Bansi (1792-1875) war das siebte Kind eines armen Landpfarrers in Silvaplana in der Schweiz. Sein Bruder Lucas hatte 1811 in Bielefeld eine Konditorei eröffnet und zog Johann Fortunat nach. Dieser übernahm einige Jahre später das Geschäft und begann 1823, Liköre herzustellen. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich ein florierendes Familienunternehmen, das über fünf Generationen bestand. Neben Likören und Fruchtsäften gehörten seit 1833 die „Bielefelder Tropfen“ zur Produktpalette, ein hochkonzentriertes Kräuterdestillat, das neben Privatleuten auch beim Militär und in Fabriken hochgeschätzt wurde. Die charakteristische Flasche mit dem schönen Etikett, das eine detailfreudige Ansicht Bielefelds zeigt, blieb über Jahrzehnte unverändert. Das Historische Museum Bielefeld bewahrt viele Stücke zur Geschichte der Firma und auch der Familie Bansi, die aus christlicher Überzeugung viele wohltätige Stiftungen und Initiativen in ihrer neuen Heimat Bielefeld ins Leben gerufen hat.

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