Sammlungen neu sichten – Bielefelder Migrationsgeschichten

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Das Historische Museum Bielefeld ist eines von vier Museen, welche am Projekt Kulturelle Vielfalt im Museum – Sammlungen neu sichten des Deutschen Museumsbunds teilnehmen.
Das Projekt setzt die Annahme voraus, dass alle Museen Objekte haben, die zum Thema Migration eine Aussage machen können. Auch ein kurzer Blick in die Bielefelder Geschichte verdeutlicht: Stadtgeschichte ist Migrationsgeschichte. So sollten Teile der Sammlung des Historischen Museums Bielefeld „neu gesichtet“ werden.

Das Projektteam im Museum setzte zunächst einen Schwerpunkt auf die Arbeitsmigration nach Bielefeld aus Südeuropa, spezifisch Griechenland und Italien: die Länder aus welchen in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts die ersten sogenannten Gastarbeiter nach Bielefeld kamen. Die Museumsmitarbeiter stellten eine Liste von Kontakten zusammen, mit dem Ziel Menschen, deren Lebensläufe sie von Italien und Griechenland nach Bielefeld gebracht haben, mit dem Museumsteam zu einer Projektgruppe an einen Tisch zu bringen.

Gemeinsam wurden sowohl Objekte aus der Museumssammlung als auch aus den heimischen Sammlungen der eingeladenen Gruppenmitglieder besprochen und dokumentiert. Die Ergebnisse sind bis zum 1. Juni 2014 in einer kleinen Ausstellung, die von der Firma Syrex gestaltet wurde, im Dampfmaschinenraum des Museums zu sehen.

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