Denkmal mit Supermarkt

 An lauschiger Stelle, nämlich in Bückardts Gartenlokal (heute Standort der Bückardtschule) trafen am 11. September 1862 führende Bielefelder Leinenkaufleute zusammen und gründeten die „Bielefelder Actiengesellschaft für Mechanische Weberei“. Nach der wenige Jahre zuvor errichteten Ravensberger Spinnerei war die Mechanische Weberei der zweite Schritt zur industriellen Herstellung von Leinen. 1889 beschäftigte der Großbetrieb knapp 1000 Arbeitskräfte an etwa 900 Webstühlen. Nach mehreren Fusionen war das Unternehmen 1961 als „Bielefelder Webereien AG“ die größte Leinenweberei Deutschlands. Doch die Textilkrise zwang auch sie in die Knie: Der Betrieb wurde eingestellt, das Gelände verkauft und 1977 zu einem SB-Verbrauchermarkt umgestaltet. Seither kontrastieren die denkmalgeschützten Gebäude der Weberei mit der ungegliederten Schachtelarchitektur der neuen Anbauten.