MODE 2019
2. 6. – 11. 8
Aktuelle Positionen der Studienrichtung Mode des Fachbereiches Gestaltung der FH Bielefeld

Die Geschichte des Fachbereichs Gestaltung geht
auf die 1907 gegründete Staatlich-Städtische Handwerkerschule (seit 1956 Werkkunstschule) zurück, aus der 1971 der damalige Fachbereich Design der Fachhochschule Bielefeld entstand. Heute spiegelt sich die Grundidee der Lehre auch in seinem Namen wider: Mit dem Begriff „Gestaltung“ wurde der Designbegriff erweitert, neben die traditionelle Ausrichtung auf Anwendung und Praxisnähe tritt die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft. Die Theorie dient dabei der Analyse und Reflexion von Gestaltungskonzepten.
Mode an der FH Bielefeld ist als eigenständige Studienrichtung in den Studiengang Gestaltung eingebettet.
Wir begreifen Mode als Spiegel gesellschaftlicher Prozesse.Mode ist geprägt von ihrer Zeit und den Diskursen in Gesellschaft, Politik und Gestaltung. Modedesigner übersetzen ihre Ideen in Bekleidung und finden dadurch einen spezifischen Ausdruck für ihre Zeit.
Neben der Entwicklung einer eigenen gestalterischen Haltung werden die Studierenden dazu sensibilisiert, eine Balance zwischen künstlerischem Experiment und handwerklicher Qualität zu finden.
Ergänzend zur moderelevanten Lehre werden auch fachübergreifende Seminare angeboten, gemeinsam mit den Studienrichtungen Fotografie & Medien, Grafik & Kommunikationsdesign, Digital Arts & Experiment. Diese besondere Studienstruktur ermöglicht einen breiten Austausch unter Studierenden aller Disziplinen und fördert den Blick für vielseitige gestalterische Prozesse.
So liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung in der Inszenierung und Darstellung von Mode. Illustrationen und Zeichnungen bilden eine wichtige Grundlage für die Entwurfsentwicklung. In Fotoshootings werden die Ergebnisse in Szene gesetzt. Diese sind Resultate einer intensiven Zusammenarbeit von Studierenden der Studienrichtungen Fotografie und Mode.
Die aktuelle Ausstellung zeigt Abschlussarbeiten der Studienrichtung Modedesign der FH Bielefeld aus den letzten Semestern. In ihren Entwürfen befassen sich die Studierenden mit Adoleszenz, Geschlechteridentität, Recycling und Nachhaltigkeit, Handwerk und Herkunft – Themen und Positionen, die zeitgenössische gesellschaftliche Diskurse widerspiegeln.