Kooperation mit dem Theaterlabor Bielefeld zum Thema „Revolutionen in Europa“

„Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus

Gemeinsam mit dem Leith Theatre Edinburgh und dem Teatr A Part Katowice erarbeitete das Theaterlabor Bielefeld zur Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges die gewaltige Szenencollage „Die Letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus als Bühnenereignis – mit professionellen und Laiendarstellern, Live-Musik und gewaltigen Video-Projektionen. Die Erstaufführung fand am 11. November 2018 in Edinburgh zur Neueröffnung des Leith Theatre statt. Die Produktion wurde im Juni 2019 im polnischen Katowice und wird nun im Oktober 2019 in Bielefeld neu inszeniert und zur Aufführung gebracht. Neben den sich bereits vor Ort befindlichen Schauspielern des Theaterlabor-Teams werden Künstler aus Schottland, aus der Ukraine, aus Serbien, aus Polen und aus Frankreich an der Produktion beteiligt sein.
Leitung: Siegmar Schröder und Yuri B. Anderson
Ensemble: Theaterlabor Bielefeld, Leith Theatre Edinburgh, Teatr A Part Katowice, Kultura Medialna Dnipro, Plavo Pozoriste Belgrad, Association Arsène Wolxheim
Kofinanziert aus Mitteln des Programms „Creative Europe“ der Europäischen Union. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, die Stiftung der Sparkasse Bielefeld und das Kulturamt Bielefeld.
Termine: 3./4. / 5. Okt. 20.00 Uhr im TOR 6 Theaterhaus
Eintritt: 14 EUR, erm. 8 EUR
Karten auf www.kulturoeffner.de

 

nö theater (Köln) „Die vergessene Revolution“

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich. Im November beendeten die Revolutionär*innen den Weltkrieg, verjagten den Kaiser, stürzten das System, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht. Sie entwickelten zahlreiche gesellschaftliche Alternativen und Utopien. Doch die Revolution wurde verraten, brutal erstickt und hundert Jahre später ist sie fast vollständig vergessen. Selbst im Jubiläumsjahr wird ein mögliches Gedenken von den Jahrestagen Karl Marx‘ und der 68er Bewegung überlagert.
Das nö theater nimmt den Karabiner in die Hand, wendet sich diesem blinden Fleck der Geschichte zu, sucht nach Ursachen, offenen Wunden und versucht in einem flammenden Plädoyer die Revolution dem Vergessen zu entreißen. Ein dokumentarisches Theaterstück über eine Geschichte zwischen zwei Weltkriegen, die sanft beginnt und mit Blut überzogen wird.
Termine: 19. Okt. 20.00 Uhr im TOR 6 Theaterhaus
Eintritt: 14 EUR, erm. 8 EUR
Karten auf www.kulturoeffner.de

 

Stadtführung „Bielefeld im Vormärz und in der Revolution 1848/49“

Nach den Kämpfen der Befreiungskriege gegen Napoleon, die von einer großen nationalen Begeisterung getragen wurden, machte die Restauration den Hoffnungen des Bürgertums auf politische Mitspracherechte bald ein Ende. Die Enttäuschung des wirtschaftlich weiter aufstrebenden Bürgertums kam mit Krisensymptomen, die eine beginnende Industrialisierung vor allem bei den Unterschichten der Bevölkerung hervorrief, zusammen.

Diese zunehmend explosive Mischung entlud sich in der Revolution von 1848/49. In der Periode des sogenannten „Vormärz“ in den Jahren vor der Revolution war Bielefeld Schauplatz verschiedener Vorgänge, die der Stadt am königlichen Hof in Berlin den Ruf eines „Demokratennests“ einbrachten.

Der historische Stadtrundgang von Dr. Gerhard Renda führt zu den Originalschauplätzen dieser Ereignisse und macht mit den führenden Personen der frühen Demokratiebewegung in Bielefeld bekannt.

Termin: Sonntag, 20. Oktober, 11:00 Uhr

Eintritt: 5 Euro

Treffpunkt an der Museumkasse