2026 finden die 11. Bielefelder Aktionswochen des Netzwerks rassismuskritischer Arbeit statt (01.03-30.04.2026)

Seit 2011 engagiert sich das  Netzwerk rassismuskritischer Arbeit gemeinsam mit Organisationen aus Sozialer Arbeit, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft für eine diskriminierungsfreie, solidarische Stadtgesellschaft.

Im Fokus des Netzwerks stehen die Perspektiven von Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind. Ziel ist es, Rassismus sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken, diskriminierende Strukturen kritisch zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten für eine demokratische Gesellschaft zu entwickeln.

 

Für Kinder und Jugendliche:

Samstag, 7. März, 15:00 Uhr

Erzähltheater: „Zimmer frei im Haus der Tiere“

Der Kinderbuchklassiker von Leah Goldberg erzählt die Geschichte von Frau Huhn, Frau Katze, Herrn Eichhorn und Frau Kuckuck. Gemeinsam bewohnen sie ein großes Haus, in dem noch eine Wohnung frei ist. Auf der Suche nach einem weiteren Mitbewohner stoßen sie auf mancherlei Vorbehalte, denn sie sind ein wahrhaft „bunter“ Haufen. Wie es am Ende dennoch gelingt, wird meisterhaft in Reimen erzählt und visualisiert. Eine Parabel, die dazu ermutigt, kulturelle Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen und gemeinsam gegen Rassismus einzutreten.

Im Anschluss können die Kinder bunte Tiermasken gestalten.

Für Kinder von 5 bis 8 Jahren, mit und ohne Begleitung. Mit Anmeldung unter 0521/ 51-3635. Die Teilnahme kostet 6 Euro für Kinder. Eine erwachsene Begleitperson ist frei.

 

Sonntag, 15. März, 16:00 Uhr

Kindertheater im Museum: Aufführung des Stückes „Von Mauern und Brücken“

Ein von Kindern im Grundschulalter im Museum selbst entwickeltes Stück über den Umgang mit den (eigenen) Grenzen, Respekt, Macht, Toleranz und Widerstand.

In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater NRW e.V.

Ohne Anmeldung, Eintritt frei

 

Freitag, 10. April, 14:00-17:00 Uhr

Workshop: Gaming gegen Faschismus

Ein Gaming-Workshop im Historischen Museum bei dem ihr in die Geschichte des Nationalsozialismus eintauchen könnt. Im Serious Game „Through the darkest of Times“ (Paintbucket Games, Massive Miniteam) werdet ihr selbst Widerstandskämpfer*in und stellt euch gemeinsam mit euren Verbündeten gegen das Hitler-Regime.

Ein Workshop in Kooperation mit dem Bielefelder Jugendring e.V. mit Maxi Blasius und Bogdan Hahn. Mit Anmeldung unter 0521/ 51-3635, kostenlos

 

Für Erwachsene:

Sonntag, 8. März, 15:00 Uhr

Spurensuche: Bielefeld in der NS-Zeit

Bielefeld ist zwar von nationalsozialistischen Großbauten verschont geblieben, es gibt aber dennoch Gebäude, die in der Zeit des Nationalsozialismus für staatliche Zwecke errichtet wurden wie Kasernen und Rüstungsfabriken. Während hier die Architektur den Machtanspruch des Staates verkörpert, haben ältere Bauten durch die Geschehnisse von 1933-45 ein besonderes Schicksal bekommen, z. B. die alte preußische Kaserne in der Hans-Sachs-Straße, in der zeitweise ein SA-Gefängnis untergebracht war.

Eine Stadtführung mit Carsten Seichter

Mit Anmeldung unter 0521/ 51-3635 // 7 Euro

 

Sonntag, 29. März, 15:00 Uhr

Stadtführung: Spuren jüdischen Lebens in Bielefeld

Bereits im 14. Jahrhundert ist die Anwesenheit von Juden in der Stadt überliefert. Die Gemeinde blieb jedoch bis ins frühe 19. Jahrhundert klein. Erst als rechtliche Beschränkungen schrittweise beseitigt wurden, wuchs die Gemeinde an und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten in Westfalen. Die große Synagoge in der Turnerstraße, 1905 erbaut, zeigte das Selbstbewusstsein der Bielefelder Juden, die zum Aufblühen der heimischen Wirtschaft einen wesentlichen Beitrag geleistet hatten. Nach der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus, der viele jüdische Menschen aus Bielefeld zum Opfer fielen, gibt es heute wieder eine lebendige jüdische Gemeinde in der Stadt.

Mit Anmeldung unter 0521/ 51-3635 // 7 Euro

 

Sonntag, 12. April, 15:00 Uhr

Stadtführung: Zwangsarbeit in Bielefeld

Für die Kriegswirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland spielte Zwangsarbeit eine wichtige Rolle. Mehr als 10 Millionen „Fremdarbeiter“ und Kriegsgefangene, überwiegend aus Osteuropa, mussten in Fabriken und in der Landwirtschaft mit ihrer Hände Arbeit das NS-Regime unterstützen. Dabei waren schlechte Verpflegung, die Unterbringung in Lagern und rigide Strafen bei Zuwiderhandlung an der Tagesordnung. Auch in Bielefeld profitierten viele Unternehmen von den etwa 10.000 Zwangsarbeitern und -arbeiterinnen, die hier im Einsatz waren.

Mit Anmeldung unter 0521/ 51-3635 // 7 Euro