Digitale Teilhabe trifft Stadtgeschichte: App „BielefeldBlick“
macht den urbanen Wandel erlebbar
Wie verändert sich eine Stadt – und wie lässt sich dieser Wandel sichtbar machen? Mit der neuen App „BielefeldBlick“ verbindet das Historische Museum Bielefeld mit Unterstützung der Stiftung der Stadtwerke Bielefeld historische Inhalte mit aktuellen Perspektiven und lädt Bürgerinnen und Bürger ein, ihre Stadt aktiv mitzugestalten.
Eine App als lebendiges Archiv
Kernidee des Projekts ist es, den urbanen Wandel Bielefelds entlang des Stadtbahnnetzes zu dokumentieren und gleichzeitig die Menschen der Stadt daran zu beteiligen. Die App funktioniert damit nicht nur als Informationsangebot, sondern als wachsendes, gemeinschaftliches Archiv.
Mit der App „BielefeldBlick“, die über den Browser (https://www.historisches-museum-bielefeld.de/bielefeld-blick) genutzt oder auf der Homepage des Museums heruntergeladen werden kann, gelingt diese Verbindung: Nutzer*innen können eigene Fotos hochladen und mit dem Stadtplan von Bielefeld verbinden. Dazu sind die Haltestellen der Stadtbahnlinien hinterlegt, so dass neue und alte Perspektiven an den Haltestellen zu entdecken sind. Die kreativen Ergebnisse der Bielefelder Fotografinnen und Fotografen werden zudem auf einem großen Screen in der Dauerausstellung des Historischen Museums neben der alten Straßenbahn präsentiert. So entsteht eine einzigartige Verbindung aus Innen und Außen, Stadt und Museum, Vergangenheit und Gegenwart.
„In Bielefeld kann jeder Mensch schöne Ecken und Lieblingsorte entdecken, oft abseits der typischen Fotomotive. Jetzt kann man diese Entdeckungen miteinander teilen und sich von den historischen Bildern überraschen lassen. Wir wollen die Foto-Community einladen, sich hier zu vernetzen“, sagt Dr. Constanze Döhrer, Leiterin des Historischen Museums.
„Mit unserer Stiftung fördern wir kulturelle Angebote, von denen möglichst viele Bielefelderinnen und Bielefelder profitieren können. Das Historische Museum ist ein wichtiger Ort für die Stadt – umso schöner ist es, dass sich mit ‚BielefeldBlick‘ beides miteinander verbinden lässt und gleichzeitig ein lebendiges Zeitdokument entsteht“, sagt Martin Uekmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld.
Phantasie ist dabei erlaubt: Ein erster User der App, der Bielefelder René Pracht, nutzt Aufnahmen von Bielefeld um sie mit Hilfe von KI neu zu interpretieren. Ausgangspunkt sind Aufnahmen des Stadtbildes – vertraute aber auch oft übersehene Orte. In den digitalen Überlagerungen von René Pracht verschieben sich diese Realitäten: Das Dokumentarische wird unwirklich und traumhaft, das Gegenwärtige wirkt wie Erinnerung oder eine Fantasie, das Vertraute beginnt zu kippen. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Stadtgeschichte, aktuellem Zeitgeschehen und Science-Fiction. Zum Auftakt der App sind ausgewählte Werke von René Pracht bis zum 19. Juli auf dem Forum des Historischen Museums zu sehen.







