Leben zwischen Ideal und Alltag
Familie ist die kleinste Einheit der Gesellschaft. Sie ist Gegenstand des öffentlichen Interesses und gleichzeitig Schutzraum für das Individuum. Familie steht für Tradition und Kontinuität, der gelebte Familienalltag gibt aber auch Anstoß für sozialen Wandel.
Wenn wir an Familie denken, haben wir bestimmte Bilder im Kopf: „Vater, Mutter, Kind“, „Patchwork“, „Ehe für alle“ ebenso wie „Einsamkeit“, „Scheidung“ oder „Gewalt“. Die Bedeutung von Familie ist schwer in Worte zu fassen, die für alle zutreffend sind.
Von Familie sprechen wir in Deutschland erst seit dem 18. Jahrhundert. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Gesinde“ oder „Gesamtheit der Dienerschaft“. Gemeint war damit die Haus- oder Hofgemeinschaft. Das trifft die Sache gut auf den Punkt: Lange Zeit war Familie eine wirtschaftliche Zweckgemeinschaft, in der Blutsverwandtschaft zwar die Stellung des Einzelnen bestimmte, aber keine zwingende Voraussetzung für Zugehörigkeit war.
Welche Vorstellungen haben wir von Familie und wie veränderten sich diese im Laufe der Zeit? Wer prägte diese Bilder? Welche Herausforderungen mussten Familien im Alltag bewältigen? Seit wann kümmert sich die Stadt um Familien? Und nicht zuletzt: Welchen Einfluss übte Familienleben auf Politik und Gesellschaft aus?
Diesen Fragen möchten wir in dieser Ausstellung nachgehen. Der Größe des Themas sind wir uns bewusst und wollen Schlaglichter werfen:
In fünf Ausstellungsinseln zeigen wir Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart zu den Themen „Normen“, „Kindheit“, „Kümmern“, „Wohnen“ und „Krise“. Dabei haben wir Unterstützung von mehr als 20 Kooperationspartner*innen erhalten, die in Bielefeld teilweise seit mehr als 100 Jahren auf dem Gebiet der Familie wertvolle Arbeit leisten.
10 Zeitzeug*innen-Interviews geben darüber hinaus einen lebendigen Einblick in einzelne Aspekte der jüngeren Bielefelder Familiengeschichte.
Ihre Erfahrungen, Erwartungen und Meinungen sind ebenfalls gefragt: Das Haus im Zentrum der Ausstellung steht Ihnen als Begegnungsraum zur Verfügung, dort können Sie Themen spielerisch vertiefen. Die Ausstellungsinseln verfügen zudem über Stationen, die zum Mitmachen einladen. Der Kiosk ist Treffpunkt für Gespräche und hält weiterführende Informationen für Sie bereit.
Wir nehmen eine kleine Bestandsaufnahme vor und laden Sie und die Stadtöffentlichkeit ein, mit uns in die Vergangenheit einzutauchen, um von dort aus gemeinsam über Gegenwart und Zukunft von Familie zu diskutieren.

Interviewpartnerinnen zur Ausstellung
Impressionen








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Text zur Ausstellung:
Familiensache
Leben zwischen Ideal und Alltag
Familie ist die kleinste soziale Einheit der Gesellschaft und für viele Menschen der wohl wichtigste Ankerpunkt. Sie ist ein Ideal, über das in der Öffentlichkeit viel und kontrovers diskutiert wird. Welche Vorstellungen haben wir von Familie und wie veränderten sie sich im Laufe der Zeit? Wer prägte diese Bilder und wie wurden sie im Alltag ausgelebt? Diesen Fragen geht das Historische Museum vom 14. Februar bis zum 14. Juni 2026 in der Ausstellung „Familiensache. Leben zwischen Ideal und Alltag“ nach.
Objekte, Fotos, Filme und Zeitzeugeninterviews beleuchten die Geschichte der Familie in Bielefeld. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Liebe und Gewalt, Kindheit und Alter, Broterwerb und Kümmern, Rituale und Rollenbilder, sowie die Einflüsse von Politik, Krieg, Religion und Migration auf die Familie. Die Ausstellung macht zudem das Engagement von mehr als 20 Initiativen und Vereinen aus Bielefeld sichtbar, die sich mit Familienthemen befassen. Entdecken Sie unser buntes Begleitprogramm mit vielen Angeboten für Familien, KiTas und Schulen.




