Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Ausstellung „Open Art – Bielefelder Menschen, Natur und Historie“ stehen Kunst, Geschichte und das Leben in der Stadt.

Nachdem der Auftakt zum Thema Natur im Bauernhaus Museum stattgefunden hat, führt die Sparte Kunst der Musik- und Kunstschule Bielefeld (MuKu) das Projekt nun im Historischen Museum und im öffentlichen Raum der Innenstadt fort.

Mehr als 130 Künstlerinnen und Künstler im Alter von fünf bis 85 Jahren beteiligen sich an diesem Teil der Ausstellung. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Bielefeld, seiner Geschichte, seinen Menschen und der Entwicklung der Stadt. Dabei treffen verschiedene Generationen, Techniken und persönliche Sichtweisen aufeinander.

Für Dietrich Schulze, den Leiter der Sparte Kunst an der MuKu, ist das Historische Museum der perfekte Ort für den zweiten Teil der Ausstellung. Schließlich werden dort historische Themen wie die Bedeutung Bielefelds als Leinen- und Fahrradstadt aufgegriffen. Das Museum bietet dafür einen passenden Rahmen.

Zudem sind 18 großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum zu sehen, unter anderem am Jahnplatz und am Landgericht. Seit sieben Jahren organisiert die MuKu Ausstellungen unter freiem Himmel und bringt damit Kunst direkt zu den Menschen. Die Werke sollen bekannte Orte aus einem neuen Blickwinkel zeigen und die Besucher dazu einladen, die Stadt neu zu entdecken.

Die beteiligten Lehrkräfte der MuKu betonen insbesondere die Vielfalt der diesjährigen Ausstellung und die unterschiedlichen Perspektiven auf Bielefeld.  Die Schülerinnen und Schüler haben sich zudem dieses Jahr intensiv damit auseinandergesetzt, was die Stadt für sie bedeutet. In Collagen und anderen künstlerischen Formen greifen sie persönliche Erlebnisse, bekannte Orte und Geschichten auf. So sind ungewöhnliche und persönliche Perspektiven auf die Geschichte und die Bielefelderinnen und Bielefelder entstanden.

Das Projekt wird von der Hermann-und-Ingrid-Martini-Stiftung, der Hüttemann Stiftung, der Bielefelder Bürgerstiftung und der Lions Hilfe Bielefeld e. V. unterstützt. Für die Umsetzung kam ein fünfstelliger Förderbetrag zusammen.

Nach dem Auftakt im Bauernhaus Museum führt „Open Art“ von der Natur zu den Menschen und zur Geschichte Bielefelds und lädt dazu ein, die eigene Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven neu zu entdecken.

Für die Schülerinnen und Schüler der Sparte Kunst bedeutet das vor allem: Ihre Sicht auf Bielefeld bekommt einen Platz mitten in Bielefeld.